Weichhold, Jessica – Eisblumentod

Eisblumentod – Jessica Weichhold

„Ein nicht sehr harmonisches Zusammentreffen steuert seinem Höhepunkt zu. Zum einen ist hier eine junge Frau, selbstsicher, arrogant. Sie versteht es mit ihrer Art ihre Mitmenschen zur Weißglut zu bringen. Ganz besonders die Person, die im Moment hinter ihr steht. Plötzlich erklingt eine Art Kampfschrei und der Körper der jungen Frau stürzt kopfüber in den Schnee…“

Nick Berkley wird nach Alaska versetzt, soll die hiesige Polizei etwas auf Vordermann bringen. Doch es ist kalt, ein Schneesturm empfängt ihn und der Fahrstil seines Chefs sorgen für einen etwas holprigen Start in Fairbears. Nick erscheint bodenständig und herrlich normal , vielleicht noch etwas grün hinter den Ohren, aber äußerst sympathisch. Allison Cooper kommt gegen Nick etwas blasser daher. Als frischer Single erscheint sie Anfangs melancholisch, fängt sich aber recht schnell.

Der 95 Seiten lange Kurzkrimi lies sich leicht lesen, kurze und klare Sätze ohne allzuviel wörtliche Rede liesen mich schnell über die Seiten fliegen. Die Protagonisten waren mir fast alle sympathisch, durch die wenigen Seiten fehlte es ihnen allerdings etwas an Tiefe. Die Gegend wurde von der Autorin gut beschrieben, beschränkt auf das wesentliche konnte ich mir gut vorstellen, wie sich z.B. Allisons Haus von der restlichen Nachbarschaft abhebt.

Der Krimi ist eine leichte Unterhaltungslektüre für zwischen durch, ausführliche Polizeiarbeit darf man hier nicht erwarten, ich habe sie allerdings auch nicht vermisst. Gerne empfehle ich diesen Alaska-Kurzkrimi weiter und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

  • 100 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (19. August 2017)
  • ISBN-10: 1975619455 ISBN-13: 978-1975619459

Buchvorstellung: Raven One – Michael Wagner

Neuzugang für Inas Bücherregal

Ich habe beim Facebook-Adventskalender der 12 Autoren – 12 Monate. Krimi- und Thrillerfreunde im Kontakt mit Autoren ein weiteres Buch gewonnen, auch das Buch möchte ich Euch nicht vorenthalten:

„Raven One“ von Michael Wagner – Autor

Hier die Beschreibung dazu:

Die neue Ostfriesland-Krimi-Reihe vom Autor der Oliver Hell Krimis.
Jeder nennt sie Raven. Ihr erster Auftrag als Personenschützerin führt die junge ehemalige SEK-Beamtin Kerstin Rabenstein in den Norden. Ihre Mission: Hannah Sophie Lahndorf beschützen. Das 15-jährige Mädchen beobachtete die Kiez-Größe Ante Djordjevic bei einem kaltblütigen Mord.
Die Hamburger Kripo schickt Raven mit dem Mädchen und deren Mutter in den kleinen Fischerort Ditzum an der Emsmündung. Djordjevic setzt alles daran, den Aufenthaltsort zu erfahren und es gelingt ihm.

Als Raven am Ditzumer Hafen angegriffen wird, kommt ihr spontan ein Fremder zu Hilfe. Was sind dessen Motive und kann sie überhaupt jemandem hier vertrauen? Die Attacke ist erst der Anfang einer gnadenlosen Jagd.

Der erste Krimi von Michael Wagner, der im Rheiderland spielt. Raven one ist der Anfang einer Serie.

Forster, Angela L. – Heidefeuer (1. Fall für Inka Brandt)

Heidefeuer (1. Fall für Inka Brandt) – Angela L. Forster

„Robert Andresen hält gerade einen Vortrag über den Seitensprung. Ein Mann mit schweren Reitstiefeln erhebt sich und verlässt den Raum. Er tritt ins Freie und lehnt sich ein Stück weiter gegen die Hauswand. Er wartet, als letzter verlässt der Andresen das Gebäude. Bis zum Dorfteich verfolgt der Mann den Therapeuten, dann spricht er ihn an. Bevor Andresen sein Fahrrad zwischen sich und den Mann bringen kann, blitz auch schon die  Schneide eines Messers im Mondlicht auf…“

Kommissarin Inka Brandt ist nach ihrer Trennung mit ihrer kleinen Tochter Paula auf dem Bio-Hof ihrer Schwester untergekommen. Dort soll  sie mithelfen, doch die Ermittlungen machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Hanna hat dafür Verständnis, für ihren Schwager Tim hat das jedoch Konfliktpotenzial.  Dazu kommt noch Sebastian Schäfer, ein Patient der nahegelegenen Klinik, der sich in die Ermittlungen einmischt.

Bereits der Prolog gibt einen guten Vorgeschmack auf das Buch. Vorbei ist es mit der Idylle am Dorfteich, wenn nicht sogar im ganzen Dorf. Ein Mord und damit jede Menge Raum für Spekulationen, Klatsch und Tratsch. Inka und ihr Kollege stecken mittendrin, wie viel Wahrheit steckt in den Gerüchten? Dabei ist Inkas direkte Art nicht immer hilfreich, zu Beginn ist mir dies etwas aufgestoßen, ich war nicht immer mit ihrem Handeln einverstanden. Dieses Gefühl legte sich mit der Zeit, immerhin weiß so jeder woran er bei ihr ist. Mit Sebastian Schäfer betritt eine Figur die Bühne, die etwas Leben in den dahin fliesenden Krimi bringt. Seine Vergangenheit ist bewegend, seine Ermittlungsversuche kommen bei Inka verständlicherweise nicht gut an. Mir allerdings gefällt dieser Charakter, auch wenn er nicht nur Inka sondern auch mich zur Weißglut brachte und ich mir oft dachte: Junge, nun red doch einfach Tacheles!

Die Umgebung, die Landschaft und die verschlossene und dennoch tratschende Dorfgemeinschaft hat Angela L. Forster sehr gut beschrieben, alles konnte ich mir bildlich vorstellen und ich muss gestehen: Ein klein wenig habe ich mich in die Landschaft verliebt.  Der Krimi ist leicht zu lesen, kommt ohne brutale Gewaltdarstellungen aus und hat, genau wie die Dorfbewohner, seinen eigenen Charme. Dies ist der erste Teil um Inka Brandt, und ich freue mich  auf die Fortsetzung, die auch schon bereit liegt.

  • 416 Seiten
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH; Auflage: 1 (4. November 2019, Neuauflage)
  • ISBN-10: 3827195543 ISBN-13: 978-3827195548