Wonder, Alice Ann – Love me Wild

Love me Wild – Alice Ann Wonder

Emma Fynne wird von einem Arzt untersucht. Die Würgemale werden bald abgeklungen sein, bleibende Schäden wird es nicht geben. Eine Anzeige kommt für sie jedoch nicht in Frage. Sie fühlt sich allein, unwillig bestätigt sie die Teilnahme an Therapieangeboten während ihres Klinikaufenthalts. Die Oberschwester holt sie ab, zeigt ihr das Zimmer, das sie sich mit zwei anderen Frauen teilen wird. Sachen zum auspacken hat Emma nicht dabei, die Umstände, die sie in die Klinik gebracht haben, haben ihr keine Zeit zum packen gelassen…

Emma Fynne ist unsicher, möchte es jedem Recht machen und vergisst sich selbst dabei, stellt ihre eigenen Interessen hinten an. Ihr beiden Zimmergenossinnen machen ihr glücklicherweise den Einstand leicht. Sie beginnt sich wohl zu fühlen, bis sie Tyler Mason kennen lernt, den Selbstverteidigungstrainer der Klinik. Tyler ist selbstbewusst, seine starke Ausstrahlung zieht Emma sofort in ihren Bann. Doch umgibt ihn etwas geheimnisvolles, wodurch Emma versucht auf Abstand zu gehen.

Die Autorin erzählt Emmas Geschichte in der Ich-Form. Zuerst war mir unklar, was genau Emma zugestoßen ist. Doch schnell klärt sich zumindest ihr Geheimnis auf. Auch wenn ich mich aufgrund der bildhaften Schreibweise gut in die Protagonistin hinein fühlen konnte, musste ich hin und wieder mit dem Kopf schütteln. Ihre nachgiebige Art bringt sie des öfteren in schwierige Situationen. So unbedarft und unsicher, man möchte sie an die Hand nehmen und Mut zusprechen.

Sehr schön fand ich die Blogbeiträge, in denen Emma ihre Gedanken mitteilt. Dadurch bekommt die Protagonistin viel Gefühl eingehaucht. Tylers Gedanken und Gefühle bleiben dagegen verborgen, zumal er nicht gerade sehr mitteilsam ist was dies betrifft. Kleine Lektionen bzw. Weisheiten werden von der Autorin an passenden Stellen eingepflegt, wie z.B. „Ich habe gar nicht erst versucht etwas Bestimmtes zu erreichen, weil ich insgeheim geglaubt habe, unfähig zu sein.“

Die kurzen, schnörkellosen Sätze haben mich quasi durch die Kapitel fliegen lassen, das Gefühlschaos von Emma hat mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen. Die in der Produktbeschreibung erwähnten „expliziten Szenen“ trugen ihr übriges dazu 😉

Eine schöne Geschichte über Mut, Vertrauen, Freundschaft und Liebe.

  • 349 Seiten
  • ASIN: B07SSFBYF3

Vogel, Horst – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Horst Vogel – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Heute möchte ich Euch den Autor Horst Vogel vorstellen, den Autor des Buches „König der drei Welten“. Ein Buch, das verzaubert, ein Märchen für Erwachsene, welches in mir Kindheitserinnerungen weckte.

Ina: Hallo Horst, schön das Du hier bist und vielen Dank dass Du Dich meinen Fragen stellst 😉
Nenne mir bitte Deine 6 Zahlen zwischen 1-49
Horst Vogel: Also dann nehme ich die 3, 23, 49, 31, 18 und 22.
Ina: Super, vielen Dank. Ich bin auf Deine Antworten gespannt.

Ina: Frage 3: Was war das Gemeinste, das du je getan hast?
H.V.: Ich musste nicht lange überlegen um diese Frage zu beantworten. Ich bin von Natur aus ein netter Typ und habe noch niemals jemanden leid zu gefügt.
Ina: Ein sehr schöner Charakterzug, ich denke das kann nicht jeder von sich behaupten.

Ina: Frage 23: Wie stellst du dir deinen Lebensabend vor?
H.V.: Da ich mich im Ruhestand befinde, genieße ich bereits meinen Lebensabend. Obwohl ich beruflich schon sehr viel von der Welt sehen durfte, wünsche ich mir noch einige schöne Urlaube mit meiner Frau. Die letzten zwei Jahre musste ich schon ein paar gesundheitliche Tiefschläge einkassieren, deshalb steht der Wunsch nach Gesundheit auch ganz oben auf meiner Liste.
Ina: Ein verständlicher Wunsch. Ich bin mir sicher Du wirst noch einige schöne Urlaube mit Deiner Frau erleben.

Ina: Frage 49: Wie sieht die erste Stunde Deines Tages aus?
H.V.: Die ersten Stunden des Tages genieße ich in Ruhe. Bei einem Frühstück lese ich gerne die Zeitung und löse Kreuzworträtsel.
Ina: Entspannt in den Tag starten, das finde ich auch gut. Ich habe übrigens ein tolles Foto bekommen, das Dich dabei zeigt 🙂

Ina: Frage 31: Was würdest du an dir selber ändern, wenn du könntest?
H.V.: Eigentlich bin ich mit mir und dem was ich erreicht habe im Leben zufrieden.
Wenn ich etwas ändern könnte, dann wäre es meine Gesundheit.
Ina: Ich finde es toll, wenn Menschen mit sich und ihrem Leben zufrieden sind, dieses Gefühl ist einigen leider abgekommen.

Ina: Frage 18: Hast du ein sinnloses Talent?
H.V.: Nach kurzem überlegen, muss ich sagen, dass meine Talente alle zum Einsatz gekommen sind. Vielleicht würde ich mir ein paar mehr Talente wüschen, aber sinnlose brauche ich da auch nicht.
Ina: Stimmt. Zum Beispiel mit den Ohren wackeln 😉

Ina: Frage 22: Für was hast du kein Verständnis?
H.V.: Ich bin ein Mensch, der für sehr viele Dinge Verständnis aufbringt. Wenn es eine Sache gibt, die bei mir auf Unverständnis trifft, ist es wenn Personen sich bietende Chancen ungenutzt vorübergehen lassen.
Ina: Manchmal wartet man einfach zu lange, weil man sich unsicher ist. Und dann kann diese Chance schon vorüber sein.

Lieber Horst, ich danke Dir für das informative Interview, Du hast tolle Ansichten und einen klaren Blick für das wesentliche. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg mit Deinem wirklich sehr schönen Buch und bin sicher, dass sich noch ganz viele Menschen von deiner Geschichte verzaubern lassen.

Meine Rezension zum Buch findet ihr hier: >> Rezension zu König der drei Welten <<

Upcycling von Büchern

„Bücher sind für viele Leute nur Möbel aus Papier.“

Ein Zitat von Gerard D. Prentice

Wie seht ihr das? Habt ihr Bücher die ihr besonders dekorativ plaziert habt? Ich muss zugeben, dass ich meine Bücher gerne zeige, und meine Bücherregale sind schon irgendwie Deko.

Ich habe zudem eine ganz tolle Seite gefunden, mit schönen Ideen zum basteln mit Büchern. Wäre das was für euch? Ich finde die Lampe ja klasse 🤩

Zeigt mal Eure recycelten Bücher…

https://deavita.com/bastelideen/recycling-basteln-bucher-upcycling-ideen.html

Kemnitz, Kai – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Kai Kemnitz – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Heute möchte ich Euch den Autor Kai Kemnitz vorstellen, einen unabhängigen Autor, der ohne Verlag im Hintergrund alle seine Bücher in Eigenregie veröffentlicht. 1977 geboren und in Niedersachsen aufgewachsen, wohnt er heute mit seiner Frau und einigen Tieren auf einem „Resthof“.

Als Verfasser der Regelwerke des Pen&Paper-Rollenspiels Samyra, zu dem er auch die dazugehörende Welt entwickelt, liegt es Nahe, dass seine klassischen Fantasy-Romane auch auf dieser Welt spielen.
Anfang August erschien sein neuestes Buch „Ailcos Suche“, sein Buch „Ailcos Fluch“ ist für den Deutschen Selfpublishing-Preis 2019 nominiert!

Ina: Hallo Kai, schön das Du hier bist und vielen Dank dass Du Dich meinen Fragen stellst 😉
Nenne mir bitte Deine 6 Zahlen zwischen 1-49
Kai Kemnitz: Also dann nehme ich die 2, 8, 15, 22, 27 und 31.
Ina: Super, vielen Dank. Ich bin auf Deine Antworten gespannt.

Ina: Frage 2: Was war deine folgenschwerste Entscheidung?
Kai Kemnitz: Es gibt vieles, was mein Leben verändert hat (und damit „schwere Folgen“ hatte). Das waren jedoch alles Entscheidungen, die ich nicht (mehr) bereue. Somit fällt es schwer, sie als „folgenschwer“ zu bezeichnen, weil das für mich einen recht negativen Beigeschmack hat. Ich habe in den letzten Jahren viel an mir selbst gearbeitet und durfte erkennen, dass jede Entscheidung – so doof sie zunächst scheint – eine gute Entscheidung ist, denn sie macht uns zu dem, was wir sind. Dadurch konnte ich mit vielen Dingen abschließen, die mich in der Vergangenheit belastet haben und die ich bis vor einigen Jahren noch als „folgenschwer“ bezeichnet hätte. Aber alle diese Entscheidungen haben dazu geführt, dass ich jetzt der Mensch bin, der ich bin – und ich bin damit recht zufrieden.
Ina: Dem kann ich mich nur anschliessen. Ich bin auch der Meinung das alle Entscheidungen uns zu dem machen was wir sind, egal ob es gute oder schlechte Entscheidungen /Erfahrungen waren.

Ina: Frage 8: Was hast du aus den Fehlern deiner Eltern gelernt?
Kai Kemnitz: Dafür müsste zunächst geklärt werden, ob damit Dinge gemeint sind, die meine Eltern als Fehler ansehen oder die ich als Fehler meiner Eltern ansehe. Ersteres kann ich nicht beantworten, weil ich keine Ahnung habe, was meine Eltern als ihre Fehler sehen. Bei Letzterem verweise ich gerne auf die erste Frage. Letztlich sind Fehler ja nur Entscheidungen, die getroffen werden und mit denen man am Ende nicht zufrieden ist. Da mich aber alle Entscheidungen meiner Eltern zu dem gemacht haben, was ich heute bin, kann ich ihnen keine Fehler vorhalten. Spontan fällt mir nur eine Sache ein, die ich anders machen würde als meine Eltern – die ist allerdings sehr privat, daher bitte ich um Verständnis, dass ich sie hier nicht preisgeben werde. Grundsätzlich würde ich sagen, dass ich durch die Stärken meiner Eltern sehr viel mehr gelernt habe, als durch ihre Fehler.
Ina: Das verstehe ich, man muss nicht alles in der Öffentlichkeit breit treten.

Ina: Frage 15: Wie bist du zu deinem aktuellen Beruf gekommen?
Kai Kemnitz: Eigentlich recht simpel: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Nachdem ich nach dem Studium in einem todlangweiligen Job gelandet bin, war es irgendwann Zeit, umzudenken. Und da habe ich mich spontan entschlossen, mein eigenes „Ding“ zu machen. Ich habe damals schon viel im Web- und Printdesign gemacht – und da lag es nahe, das auch beruflich zu machen. Vor kurzem ist dann noch das Schreiben als Nebenerwerb hinzugekommen. Welche der beiden Tätigkeiten sich langfristig durchsetzen und Haupteinnahmequelle werden wird, wird sich wohl erst in den nächsten Jahren zeigen.
Ina: Das ist toll, quasi das Hobby zum Beruf gemacht. Beneidenswert 😉

Ina: Frage 22: Wo siehst du dich in ein/fünf/zehn Jahren?
Kai Kemnitz: Bestsellerautor, Millionen auf dem Konto, Verfilmungen meiner Bücher … oder im Ernst: Ich glaube, es wird sich in den nächsten Jahren nicht viel Gravierendes ändern. Sicher werden in fünf oder zehn Jahren deutlich mehr Bücher von mir erhältlich sein, aber alles andere …? Ich habe eine liebe Frau, ein schönes Heim, einen zufriedenstellenden Job, einen Haufen Haustiere … und meine Schreiberei. Was sollte ich mehr wollen?
Ina: Das hast du schön gesagt. Manchmal muss man sich auf das wesentliche Besinnen um zu merken dass man alles hat was einen glücklich macht.

Ina: Frage 27: Was ist dir total egal?
Kai Kemnitz: Für viele wohl völlig unverständlich, aber: mein Handy. Ich habe mir das Ding vor einigen Jahren mal zugelegt, als ich noch täglich zur Arbeit pendeln musste. Seitdem ich das nicht mehr mache, liegt das Teil eigentlich nur rum, wird oftmals mehrere Tage nicht angeguckt und hat auch häufig keinen Strom. Alle paar Tage schaue ich mal drauf, ob irgendetwas Weltbewegendes passiert ist, aber meistens erwarten mich dann nur unwichtige WhatsApp-Nachrichten, ohne die ich auch keinen Deut schlechter gelebt hätte – also, who cares?
Ina: Ui, ich glaube das können die wenigsten nachvollziehen. Auch ich muss gestehen, dass ich ohne Handy ziemlich aufgeschmissen wäre.

Ina: Frage 31: Was würdest du an dir selber ändern, wenn du könntest?
Kai Kemnitz: Ich mag diese Frage nicht – nicht nur hier, sondern generell. Warum muss man immer etwas an sich ändern wollen? Das impliziert ja, dass man mit sich selbst nicht zufrieden ist. Das ist eine schreckliche Vorstellung und macht das Leben zu einer Belastung. Wie in der ersten Frage schon geschrieben, habe ich in den letzten Jahren viel an mir gearbeitet und sehe mich und das Leben in einem etwas anderen Licht. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe und wie ich bin – mit allen Fehlern und Macken. Ich akzeptiere sie, sie gehören zu mir und sie machen mich zu dem, was ich bin. Wäre ich noch ich, wenn ich sie nicht hätte?
Ina: Ich würde sagen das ist ein schönes Schlußwort.
Vielen Dank für das interessante Interview.

Mehr über den sympathischen Autor und seine Bücher könnt ihr auf seiner Homepage nachlesen: https://www.kai-kemnitz.de/

True Crime: Die Mörderin mit dem Madonnengesicht

Die Mörderin mit dem Madonnengesicht

1947 finden ein paar Jungs ein seltsames Bündel in einem Schleswig-Holsteinen Badesee. Ein Junge öffnet den Seesack, und schockiert blicken sie auf einen halbverwesten Kopf!

Dies war der Auftakt zu einem spektakulärem Kriminalfall, der die Öffentlichkeit jahrelang in Aufruhr versetzte. Das Gesicht des Toten war mit mehreren Axthieben zertrümmert und mit den damaligen Möglichkeiten war eine Identifikation kaum möglich. Der eigentliche Skandal war allerdings, dass eine Frau hinter den brutalen Axtmorden stecken soll, die „Mörderin mit dem Madonnengesicht“, so wurde Ruth Blaue von der Presse getauft. Die charismatische und attraktive , die früher als Straßenmädchen gearbeitet hatte, gab sich religiös und schrieb während ihrer Haft Gedichte.

Im Nachkriegsdeutschland mussten die Frauen anpacken, die Männer waren gefallen oder in Gefangenschaft. Schnell wurden die Frauen selbstständig und entsprachen somit nicht mehr dem zeitgenössischen Frauenbild. Auch Ruth Blaue hatte sich während der Abwesenheit ihres Mannes eine Existenz aufgebaut, eröffnete die „Blaue Stube“, eine Mischung aus Cafe und Bibliothek. Zudem verliebte sie sich in einen 10 Jahre jüngeren Mann, der bald bei der belesenen und intelligenten Frau einzog. Doch dann kam 1946 ihr Ehemann aus der Kriegsgefangenschaft zurück und damit die Probleme. Eine Scheidung war damals nicht möglich, wenn einer der Partner nicht einwilligte. Somit wurde der Schein gewahrt und in einem Dreiecksverhältnis unter einem Dach gewohnt. Im November 1946 verschwand John Blaue, angeblich um eine Spedition in der Ostzone zu eröffnen. In den allgemeinen Nachkriegsturbulenzen schöpfte niemand Verdacht, auch nicht als der Tote in der Kiesgrube gefunden wurde. Ruth Blaue, die eine Vermisstenanzeige aufgab und die besorgte Ehefrau mimte, konnte nicht überführt werden.

Erst acht Jahre später sollte der Seesack, in dem die Leiche verschnürt war, Licht ins Dunkel bringen. Ruths Liebhaber war Künstler und verpackte seine Kunstwerke mit exakt derselben Art Draht, der auch an dem Seesack gefunden wurde. Das Paar wurde verhaftet, verhaspelte sich in Wiedersprüche und Geständnisse die dann wieder zurück genommen wurden. Als sich der Leibhaber in der Haft das Leben nahm, schob Ruth Blaue alle Schuld auf den toten Geliebten.

Bis heute gibt der Fall noch Rätsel auf, sind nicht alle Punkte geklärt. Ruth mischte ihrem Mann einen Schlafcocktail, wer ihn dann mit der Axt erschlug konnte nicht geklärt werden. Das Paar transportierte das Bündel gemeinsam mit einem Fahrrad zum Badesee wo sie ihren Mann dann versenkten.
Die Öffentlichkeit war schockiert, die List und Kaltblütigkeit einer Frau passte nicht in die damalige prüde Zeit. 1955 wurde Ruth Blaue als Mittäterin verurteilt und zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Ihre Schuld bestritt sie noch nach ihrer Entlassung bis zu ihrem Tod im Jahr 1972.

Zum Fall drehten Ute Bönnen und Gerald Endres den Film „Madonna oder Mörderin“.

Weber, Christine – Der fünfte Magier: Pechschwarz

Der fünfte Magier: Pechschwarz – Christine Weber

Eine kleine Familie steht lächelnd am Felsrand, beobachtet ein wundervolles Schauspiel am Himmel, dass die beiden legendären Drachen Rubin und Saphier zu Ehren des Geburtstages des Vaters veranstalten. Die beiden Töchter sind begeistert. Doch jäh zerstört ein hinterhältiger Angriff die Idylle, der den Eltern das Leben kostet. Die beiden Magier hinterlassen zwei Töchter: Gerah und Athyra…..



Sorak kämpft hier innere Kämpfe, gerne würde man ihm Mut zusprechen. Er fühlt sich allein, überfordert mit der ganzen Situation. Der fast unbeschwert scheinenden jungen Mann aus dem ersten Teil kommt nur noch hin und wieder zum Vorschein.
Gimarel wird ihm ein guter Freund, durch seine ruhige und besonnene Art versucht er Sorak bei seinem Weg zu unterstützen, ihn vorzubereiten.
Andere Charaktere haben mich teilweise echt überrascht, darum werde ich hier nicht weiter drauf eingehen.

Auch hier besticht wieder das zauberhafte und magische Cover, das sehr gut zum Cover des ersten Teiles passt.
Auch wenn es abgedroschen klingt, aber mit den ersten Sätzen hatte die Autorin mich wieder, die realistische und mitreissende Beschreibung zog mich sofort wieder in ihren Bann, ich versank in der Geschichte und habe alles um mich herum vergessen

Das Gefühlchaos von Sorak schildert die Autorin authentisch, ich habe ihm die Zerrissenheit vorbehaltlos abgenommen. Die faszinierende, bildhafte Beschreibung von Muria und allen anderen Orten lassen die Umgebung vor dem inneren Auge entstehen, ich mich mittendrin gefühlt statt nur dabei.

Was habe ich mitgefiebert ob Sorak wohl die richtige Entscheidung treffen wird, was überhaupt die richtige Entscheidung ist, und habe mit ihm mitgelitten. Die Zwischensequenzen der schwarzen Seele haben da ihren Teil beigetragen. Eine Überraschung jagt die nächste, wenn man meint das alles klar ist, passiert oft etwas, was alles wieder über den Haufen wirft.


Eine gelungene Fortsetzung mit einem perfekt passendem Ende.

  • 401 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1980840113