Barkawitz, Martin – Mörder Mama

Mörder Mama – Martin Barkawitz (Soko Hamburg 23, ein Heike-Stein-Krimi)

Martin Barkawitz kommt hier wie gewohnt gleich zur Sache, hält sich nicht mit Vorgeplänkel auf. Zack! Bumm! Action! Darum mag ich seine Bücher so sehr, kurz und bündig auf das wesentliche beschränkt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass seine Geschichten eine stupide aneinander Reihung von verschiedenen Abläufen sind. Im Gegenteil, er schafft es trotz der kurzen Geschichten, eine fesselnde Story mit Höhen und Tiefen zu schreiben, und dies in einem Schreibstil der mich nur so durch die Seiten fliegen lässt.

Eine ausführliche Charaktervorstellung findet man in diesem Buch nicht, da dies immerhin schon der 23. Teil der Reihe um Heike Stein  ist, und zu meiner Freude ist noch kein Ende in Sicht. Aber auch ohne Kenntnis der vorhergehenden Teile kann man das Buch lesen, Sinn macht natürlich die komplette Reihe damit man auch weiß welche Rolle z. B. Maja  in dem Ganzen spielt.

Heike Stein kämpft in diesem Teil wieder mit Verbrechern, die ihr die Ermittlungen schwer machen. Scheinbar klare Zusammenhänge führen ins Nichts, und plötzlich erscheint alles in einem anderen Licht. Die Auflösung der Tat überraschte mich und das Ende macht neugierig auf einen weiteren spannenden Teil.

Für alle die keine allzu dicken Wälzer mögen und keine Angst vor Reihen haben, sind die Soko Hamburg Krimis die richtige Wahl.

  • 119 Seiten
  • Verlag: Elaria (13. Juni 2019) V
  • ASIN: B07T35TT3J

die bisherigen Bände der Soko Hamburg Reihe:

  • Tote Unschuld
  • Musical Mord
  • Fleetenfahrt ins Jenseits
  • Reeperbahn Blues
  • Frauenmord im Freihafen
  • Blankeneser Mordkomplott
  • Hotel Oceana, Mord inklusive
  • Mord maritim
  • Das Geheimnis des Professors
  • Hamburger Rache
  • Eppendorf Mord
  • Satansmaske
  • Fleetenkiller
  • Sperrbezirk
  • Pik As Mord
  • Leichenkoje
  • Brechmann
  • Hafengesindel
  • Frauentöter
  • Killer Hotel
  • Alster Clown
  • Inkasso Geier
  • Mörder Mama

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Limar, Fiona – Schwesternblut

Schwesternblut – Fiona Limar

Leonie und Markus sind spät Nachts auf der Heimfahrt von einer Party. Plötzlich stürzt etwas helles durch den Wald auf die Straße. Ein Mensch, der noch die Arme hebt und dann zusammen bricht. Die beiden überlegen, ob es sich wohl um eine Falle handeln könne, doch die Hilfsbereitschaft siegt. Bewaffnet mit einer schweren Taschenlampe verfrachten sie die Person auf die Rückbank. Die zerbrechlich wirkende Frau in Kittel und Badelatschen schreit panisch, jemand sei hinter ihr her, sie müssten schnell weg, sonst werden sie alle umgebracht…
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Fiona Limar versteht es hevorragend, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Die Protagonisten sind gut aufgezeichnet, schnell erfährt der Leser etwas über ihre Stärken und Schwächen, verteilt seine Sympathien. Ich konnte mir ein gutes Bild von ihnen machen, schnell hatte mich Marie überzeugt.
Grit dagegen konnte ich schlecht einschätzen, sie wie auch ihre Schwestern sind für mich lange undurchschaubar gewesen. Nach und nach lüften sich die Geheimnisse, erklären manche Reaktionen und Handlungsweisen.

Zwischendurch gab es einen kleinen Spannungseinbruch, ich dachte mir noch, dass es gerade viel zu friedlich ist. Und Zack, plötzlich ging es hochspannend weiter, nahm zum Ende hin immer mehr an Fahrt auf. Ich tappte bis zur endgültigen Auflösung gemeinsam mit den Ermittlern im Dunkeln, rätselte mit, wollte ins Buchgreifen und die Protagonisten schütteln.

Die kurzen Kapitel spornen zum weiter lesen an. Nur noch das eine Kapitel, dachte ich. Und dann, ach, das war so kurz, ich lese noch eines….und plötzlich war das Buchaus 🙂

Ein toller Thriller mit überaschenden Wendungen, ich kann dieses wie auch die anderen Bücher von Fiona Limar vorbehaltlos empfehlen.

Unter Rezensionen nach Autor findet ihr weitere Rezensionen von mir zu ihren Büchern.

  • 393 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (14. März 2019)
  • ISBN-10: 197971214X ISBN-13: 978-1979712149

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Limar, Fiona – Spiegel der Angst

Spiegel der Angst – Fiona Limar

„Panisch stürzt Heike nach einem endlos scheinenden Flur durch eine Türe ins Freie. Sie will weg, nur noch weg. Ihr Auto steht zum Glück in der Nähe, auf dem Weg dorthin fällt sie, ignoriert die Schmerzen. Endlich im Auto weiß sie nicht wohin, fährt einfach drauf los. Plötzlich kommen ihr zwei große kreisrunde Lichter entgegen….“

Kommissar Ludwig und seine Kollegen Marie Liebig, Jonas Ehrlicher und Oliver Kral bilden das Herzstück des Buches. Sie sind das Dream-Team der Polizeidirektion, verstehen sich auch privat sehr gut, sind loyal und aufeinander eingespielt. In ihren Ermittlungen bekommen sie es mit Heike und ihrem Ehemann Volker zu tun. Sie scheint unsicher, doch ihr liebevoller Ehemann kümmert sich rührend um sie, bevormundet sie. Sie sagt, er sorgt sich um sie, doch zwischen Sorge und Bevormundung liegt ein schmaler Grat.

Bereits im ersten Kapitel gelingt es Fiona Limar, Spannung aufzubauen. Den nachfolgenden Kapiteln gelingt es mühelos, diese Spannung nicht abflachen zu lassen. Zwischendrin sorgen ruhigere Kapitel dafür, dass der Leser sich ganz auf das Geschehen einlassen kann, seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Brutalere Szenen werden nur angedeutet und nicht bis ins kleinste Detail ausgeschlachtet, mein Kopfkino hatte dann seinen Einsatz. Fiona Limar schreibt fesselnd, driftet nicht durch die Beschreibung von Nebensächlichkeiten von der eigenen Geschichte ab. Die wörtliche Rede ist angenehm verteilt, zu viel davon stört mich manchmal in meinem Lesefluss.

Die Aufarbeitung von Heikes Problemen in der psychosomatischen Klinik ist äußerst interessant, man merkt das Fachwissen der Autorin, alle Vorkommnisse sind nachvollziehbar und schlüssig.

Auch gefällt mir, dass das Privatleben der Ermittler keinen großen Raum einnimmt. Es gibt zwar immer wieder mal kleine Andeutungen, ansonsten bleiben sie eher bedeckt. Somit konnte ich mich ganz auf das eigentliche Geschehen konzentrieren.  Kleine Humorvolle Spitzen brachten mich zum schmunzeln, diese sind aber so gut verteilt dass sie in einem Thriller nicht fehl am Platz wirken.

Trotz meiner Lobeshymnen habe ich dennoch einen winzig kleinen Kritikpunkt:  Die Geschichte handelt im Jetzt, aber ich habe glaube zweimal gelesen, das nach einer Schilderung ein Satz folgte, der einen Ausblick in die Zukunft gibt. In einer Szene ging es darum, das eine Mutter nach einem Streit Abends mit ihrer Tochter reden wollte. Darauf folgte der Satz: Doch sie sollte keine Gelegenheit dazu bekommen. Solche Einwürfe mag ich nicht so sehr, ich folge lieber der Geschichte und lasse mich überraschen. Dies ist nun aber jammern auf hohem Niveau und hat dem Ablauf und dem Spannungsbogen auch nicht geschadet.

Fiona Limar ist eine meiner Lieblingsautorinnen und hat mit diesem Buch wieder meinen Geschmack getroffen. Ich kann jedem nur empfehlen, ihre Bücher zu lesen und sich von meiner Begeisterung anstecken zu lassen.

Unter "Rezensionen nach Autor" findet ihr weitere Rezensionen von mir zu Fiona Limars Büchern

  • 329 Seiten
  • Verlag: Independently published (25. August 2019)
  • ISBN-10: 1085960048 ISBN-13: 978-1085960045

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Flebbe, Lucie – Jenseits von Tot (Teil 3)

Jenseits von Tot – Lucie Flebbe

„Eigentlich soll Zombie jegliche Schläge gegen den Kopf vermeiden, doch er ist mit seinen Gedanken woanders, hat zudem nicht ausreichend trainiert in der letzte Zeit. Zu viel geht ihm im Kopf herum. Da saust schon der nächste Schlag heran….“

Wie in den beiden Teilen „Jenseits von Wut“ und „Jenseits von Schwarz“ wird die Geschichte von Zombie und Eddie aus der Ich-Perspektive in wechselnden Kapiteln erzählt. Zombies Kapitel sind meist kürzer gehalten, er bedient sich einer salopperen Sprache, bei ihm stehen vor allem seine Gefühle und Empfindungen im Vordergrund. 

Die eigentliche Geschichte wird von Eddie erzählt. Sie berichtet ebenfalls über ihre Gefühle, diese standen für mich allerdings nicht so im Vordergrund wie bei Zombie. Das mag vielleicht daran liegen, das wir durch Eddie noch ganz viel „Drum rum“ mitbekommen, die Ermittlungen, Opfer und Täter. Dazu noch die Schwierigkeiten mit ihren Kollegen, da sie nach wie vor Probleme hat sich durchzusetzen und die Probleme mit ihrer hochschwangere Nachbarin, die sie fast an ihre Grenzen bringen. Eddie ist kein typischer „Ermittler-Charakter, gerade deshalb konnte ich sehr gut eine Beziehung zu ihr aufbauen. Sie hat ihre Ecken und Kanten, Probleme im Job und als alleinerziehende Mutter, dennoch meistert sie ihr Leben, ihren Alltag ohne Alkohol, Drogen oder ähnlichem wie so viele ihrer männlichen „Kollegen“ in anderen Büchern. Sie ist einfach herrlich normal.

Auch in diesem Band gelingt Lucie Flebbe der Spagat zwischen den unterschiedlichen Charakteren scheinbar wieder mühelos. Trotz der verschiedenen Ausdrucksweisen hatte ich keine Probleme, mich in beiden Erzählsträngen zurecht zu finden, im Gegenteil. Dies macht die Geschichte erst richtig spannend. Beide Charaktere sind mir mittlerweile an Herz gewachsen und ich bin fast schon etwas traurig, dass die Trilogie mit diesem Buch nun ein Ende hat. Die Entwicklung von Eddie und Zombie und deren Beziehung untereinander hat mich vom ersten Buch an fasziniert und ich bin der Meinung, dass die Autorin mit „Jenseits von Tot“ der Reihe einen äußerst passenden Abschluss verschafft hat. Vielen Dank für diese tolle Geschichte.

  • 288 Seiten
  • Verlag: Grafit (19. August 2019)
  • ISBN-10: 3894255919 ISBN-13: 978-3894255916

Hier findet ihr meine Rezensione zu –>Jenseits von Wut (Teil 1)

Hier findet ihr meine Rezension zu –>Jenseits von Schwarz (Teil 2)

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Buchvorstellung: Like – Andrew Holland

Neuzugang für Inas Bücherregal

Ich habe beim Adventskalender der 12 Autoren – 12 Monate. Krimi- und Thrillerfreunde im Kontakt mit Autoren gewonnen, das Buch möchte ich Euch nicht vorenthalten:

„Like“ von Andrew Holland

Hier die Beschreibung dazu:

Ein kleines Mädchen, das ein Geheimnis in sich trägt.
Ein Vater, der alles für sie tun würde.
Die Jagd beginnt …

»Rette sie oder ich schneide ihr die Kehle durch.«
Er war bereit, seine Tochter zu opfern …

Ein Jahr nach dem tragischen Unfall seiner Frau muss Jack einen weiteren Schicksalschlag verkraften. Seine Tochter hat Leukämie, liegt schwerkrank im Krankenhaus und kämpft um ihr Überleben. Es gäbe noch eine Rettung für sie, aber dafür müsste er bereit sein, über Leichen zu gehen …
Obwohl die Moral der Menschheit am Ende ist und das bestehende Gesundheitssystem zusammenbricht, wird Jack alles unternehmen, um sein Kind zu beschützen.
Als seine Tochter spurlos verschwindet, muss er erkennen, dass alles, woran er jemals geglaubt hat, eine Lüge gewesen ist. Er stößt auf eine Wahrheit, die nicht nur seines, sondern das Leben vieler Menschen verändern könnte.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Wird Jack seine schwerkranke Tochter retten können?
Oder birgt sie ein brisantes Geheimnis, für das andere töten würden?

Ein spannender aktueller Thriller, der Sie nachdenklich zurücklassen wird.

Buchvorstellung: Raven One – Michael Wagner

Neuzugang für Inas Bücherregal

Ich habe beim Facebook-Adventskalender der 12 Autoren – 12 Monate. Krimi- und Thrillerfreunde im Kontakt mit Autoren ein weiteres Buch gewonnen, auch das Buch möchte ich Euch nicht vorenthalten:

„Raven One“ von Michael Wagner – Autor

Hier die Beschreibung dazu:

Die neue Ostfriesland-Krimi-Reihe vom Autor der Oliver Hell Krimis.
Jeder nennt sie Raven. Ihr erster Auftrag als Personenschützerin führt die junge ehemalige SEK-Beamtin Kerstin Rabenstein in den Norden. Ihre Mission: Hannah Sophie Lahndorf beschützen. Das 15-jährige Mädchen beobachtete die Kiez-Größe Ante Djordjevic bei einem kaltblütigen Mord.
Die Hamburger Kripo schickt Raven mit dem Mädchen und deren Mutter in den kleinen Fischerort Ditzum an der Emsmündung. Djordjevic setzt alles daran, den Aufenthaltsort zu erfahren und es gelingt ihm.

Als Raven am Ditzumer Hafen angegriffen wird, kommt ihr spontan ein Fremder zu Hilfe. Was sind dessen Motive und kann sie überhaupt jemandem hier vertrauen? Die Attacke ist erst der Anfang einer gnadenlosen Jagd.

Der erste Krimi von Michael Wagner, der im Rheiderland spielt. Raven one ist der Anfang einer Serie.

Flebbe, Lucie – Jenseits von Schwarz (Teil 2)

Jenseits von Schwarz (Teil 2) – Lucie Flebbe

„Eddie schließt sich aus Versehen aus der Wohnung aus, wie immer im Streß. Aber ihre Nachbarin weiss zum Glück Rat, der Vater ihrer Tageskinder kann Eddie sicherlich helfen. Erleichtert stimmt Eddie zu, bereut aber schnell ihre Zustimmung, als sie sieht, wer ihr da zur Hilfe kommt…“


Das Buch besteht wie der erste Teil aus zwei Erzählungen aus der Ich-Perspektive, einmal aus der Sicht von Zombie und aus der Sicht der Polizistin Eddie Beelitz. Die beiden haben sich im ersten Teil „Jenseits von Wut“ während Ermittlungen zu einem Mordfall kennen gelernt.

Nachdem Zombie mir im ersten Teil immer sehr suspekt war und Unbehagen auslöste, wurde er mir nun immer sympathischer. Da ihn der Tod seiner Schwester sehr mitnimmt, lässt er sich ziemlich gehen, man kann ihn fast schon depressiv nennen. Einzig seine Kinder geben ihm noch halt.
Eddie ist wieder einmal im Streß, Kind und Job verlangen ihr immer noch einiges ab. Auch die Entwicklungen in ihrem privaten Umfeld stellen sie vor eine Herausforderung. Zudem benötigt eine junge Nachbarin mehr denn je die Unterstützung ihrer Freundinnen Eddie und Mütze.

Wie gesagt, hat sich mein Eindruck von Zombie gewandelt. Und das, obwohl meist das Negative seine Gedanken beherrscht. Lucie Flebbe gelingt es auch hier wieder hervorragend, die Gefühlswelt der Protagonisten darzustellen. Ich nahm ihr alle Gefühle vorbehaltlos ab, da sie für mich vollkommen nachvollziehbar waren, eine logische Folge der vergangenen Ereignisse.

Zombies Passagen sind eher schwarz und dunkel, die von Eddie wirken trotz allem Ärger heller und freundlicher. Obwohl die Protagonisten so unterschiedlich sind, sind sie sich dennoch recht ähnlich. Der Spagat zwischen den beiden Erzählsträngen gelingt der Autorin scheinbar mühelos.
Der Spannungsbogen steigt von Kapitel zu Kapitel und wird kontinuierlich hoch gehalten ohne abzuflachen oder zu langweilen. Durch den Wechsel zwischen Zombie und Eddie gewinnt die Geschichte immer mehr an Fahrt, ich bin quasi durch die Kapitel geflogen. Das Ende lässt Raum für Spekulationen, und ich freue mich schon riesig auf den letzten Teil der Trilogie und auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten.