Upcycling von Büchern

„Bücher sind für viele Leute nur Möbel aus Papier.“

Ein Zitat von Gerard D. Prentice

Wie seht ihr das? Habt ihr Bücher die ihr besonders dekorativ plaziert habt? Ich muss zugeben, dass ich meine Bücher gerne zeige, und meine Bücherregale sind schon irgendwie Deko.

Ich habe zudem eine ganz tolle Seite gefunden, mit schönen Ideen zum basteln mit Büchern. Wäre das was für euch? Ich finde die Lampe ja klasse 🤩

Zeigt mal Eure recycelten Bücher…

https://deavita.com/bastelideen/recycling-basteln-bucher-upcycling-ideen.html

Kemnitz, Kai – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Kai Kemnitz – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Heute möchte ich Euch den Autor Kai Kemnitz vorstellen, einen unabhängigen Autor, der ohne Verlag im Hintergrund alle seine Bücher in Eigenregie veröffentlicht. 1977 geboren und in Niedersachsen aufgewachsen, wohnt er heute mit seiner Frau und einigen Tieren auf einem „Resthof“.

Als Verfasser der Regelwerke des Pen&Paper-Rollenspiels Samyra, zu dem er auch die dazugehörende Welt entwickelt, liegt es Nahe, dass seine klassischen Fantasy-Romane auch auf dieser Welt spielen.
Anfang August erschien sein neuestes Buch „Ailcos Suche“, sein Buch „Ailcos Fluch“ ist für den Deutschen Selfpublishing-Preis 2019 nominiert!

Ina: Hallo Kai, schön das Du hier bist und vielen Dank dass Du Dich meinen Fragen stellst 😉
Nenne mir bitte Deine 6 Zahlen zwischen 1-49
Kai Kemnitz: Also dann nehme ich die 2, 8, 15, 22, 27 und 31.
Ina: Super, vielen Dank. Ich bin auf Deine Antworten gespannt.

Ina: Frage 2: Was war deine folgenschwerste Entscheidung?
Kai Kemnitz: Es gibt vieles, was mein Leben verändert hat (und damit „schwere Folgen“ hatte). Das waren jedoch alles Entscheidungen, die ich nicht (mehr) bereue. Somit fällt es schwer, sie als „folgenschwer“ zu bezeichnen, weil das für mich einen recht negativen Beigeschmack hat. Ich habe in den letzten Jahren viel an mir selbst gearbeitet und durfte erkennen, dass jede Entscheidung – so doof sie zunächst scheint – eine gute Entscheidung ist, denn sie macht uns zu dem, was wir sind. Dadurch konnte ich mit vielen Dingen abschließen, die mich in der Vergangenheit belastet haben und die ich bis vor einigen Jahren noch als „folgenschwer“ bezeichnet hätte. Aber alle diese Entscheidungen haben dazu geführt, dass ich jetzt der Mensch bin, der ich bin – und ich bin damit recht zufrieden.
Ina: Dem kann ich mich nur anschliessen. Ich bin auch der Meinung das alle Entscheidungen uns zu dem machen was wir sind, egal ob es gute oder schlechte Entscheidungen /Erfahrungen waren.

Ina: Frage 8: Was hast du aus den Fehlern deiner Eltern gelernt?
Kai Kemnitz: Dafür müsste zunächst geklärt werden, ob damit Dinge gemeint sind, die meine Eltern als Fehler ansehen oder die ich als Fehler meiner Eltern ansehe. Ersteres kann ich nicht beantworten, weil ich keine Ahnung habe, was meine Eltern als ihre Fehler sehen. Bei Letzterem verweise ich gerne auf die erste Frage. Letztlich sind Fehler ja nur Entscheidungen, die getroffen werden und mit denen man am Ende nicht zufrieden ist. Da mich aber alle Entscheidungen meiner Eltern zu dem gemacht haben, was ich heute bin, kann ich ihnen keine Fehler vorhalten. Spontan fällt mir nur eine Sache ein, die ich anders machen würde als meine Eltern – die ist allerdings sehr privat, daher bitte ich um Verständnis, dass ich sie hier nicht preisgeben werde. Grundsätzlich würde ich sagen, dass ich durch die Stärken meiner Eltern sehr viel mehr gelernt habe, als durch ihre Fehler.
Ina: Das verstehe ich, man muss nicht alles in der Öffentlichkeit breit treten.

Ina: Frage 15: Wie bist du zu deinem aktuellen Beruf gekommen?
Kai Kemnitz: Eigentlich recht simpel: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Nachdem ich nach dem Studium in einem todlangweiligen Job gelandet bin, war es irgendwann Zeit, umzudenken. Und da habe ich mich spontan entschlossen, mein eigenes „Ding“ zu machen. Ich habe damals schon viel im Web- und Printdesign gemacht – und da lag es nahe, das auch beruflich zu machen. Vor kurzem ist dann noch das Schreiben als Nebenerwerb hinzugekommen. Welche der beiden Tätigkeiten sich langfristig durchsetzen und Haupteinnahmequelle werden wird, wird sich wohl erst in den nächsten Jahren zeigen.
Ina: Das ist toll, quasi das Hobby zum Beruf gemacht. Beneidenswert 😉

Ina: Frage 22: Wo siehst du dich in ein/fünf/zehn Jahren?
Kai Kemnitz: Bestsellerautor, Millionen auf dem Konto, Verfilmungen meiner Bücher … oder im Ernst: Ich glaube, es wird sich in den nächsten Jahren nicht viel Gravierendes ändern. Sicher werden in fünf oder zehn Jahren deutlich mehr Bücher von mir erhältlich sein, aber alles andere …? Ich habe eine liebe Frau, ein schönes Heim, einen zufriedenstellenden Job, einen Haufen Haustiere … und meine Schreiberei. Was sollte ich mehr wollen?
Ina: Das hast du schön gesagt. Manchmal muss man sich auf das wesentliche Besinnen um zu merken dass man alles hat was einen glücklich macht.

Ina: Frage 27: Was ist dir total egal?
Kai Kemnitz: Für viele wohl völlig unverständlich, aber: mein Handy. Ich habe mir das Ding vor einigen Jahren mal zugelegt, als ich noch täglich zur Arbeit pendeln musste. Seitdem ich das nicht mehr mache, liegt das Teil eigentlich nur rum, wird oftmals mehrere Tage nicht angeguckt und hat auch häufig keinen Strom. Alle paar Tage schaue ich mal drauf, ob irgendetwas Weltbewegendes passiert ist, aber meistens erwarten mich dann nur unwichtige WhatsApp-Nachrichten, ohne die ich auch keinen Deut schlechter gelebt hätte – also, who cares?
Ina: Ui, ich glaube das können die wenigsten nachvollziehen. Auch ich muss gestehen, dass ich ohne Handy ziemlich aufgeschmissen wäre.

Ina: Frage 31: Was würdest du an dir selber ändern, wenn du könntest?
Kai Kemnitz: Ich mag diese Frage nicht – nicht nur hier, sondern generell. Warum muss man immer etwas an sich ändern wollen? Das impliziert ja, dass man mit sich selbst nicht zufrieden ist. Das ist eine schreckliche Vorstellung und macht das Leben zu einer Belastung. Wie in der ersten Frage schon geschrieben, habe ich in den letzten Jahren viel an mir gearbeitet und sehe mich und das Leben in einem etwas anderen Licht. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe und wie ich bin – mit allen Fehlern und Macken. Ich akzeptiere sie, sie gehören zu mir und sie machen mich zu dem, was ich bin. Wäre ich noch ich, wenn ich sie nicht hätte?
Ina: Ich würde sagen das ist ein schönes Schlußwort.
Vielen Dank für das interessante Interview.

Mehr über den sympathischen Autor und seine Bücher könnt ihr auf seiner Homepage nachlesen: https://www.kai-kemnitz.de/

True Crime: Die Mörderin mit dem Madonnengesicht

Die Mörderin mit dem Madonnengesicht

1947 finden ein paar Jungs ein seltsames Bündel in einem Schleswig-Holsteinen Badesee. Ein Junge öffnet den Seesack, und schockiert blicken sie auf einen halbverwesten Kopf!

Dies war der Auftakt zu einem spektakulärem Kriminalfall, der die Öffentlichkeit jahrelang in Aufruhr versetzte. Das Gesicht des Toten war mit mehreren Axthieben zertrümmert und mit den damaligen Möglichkeiten war eine Identifikation kaum möglich. Der eigentliche Skandal war allerdings, dass eine Frau hinter den brutalen Axtmorden stecken soll, die „Mörderin mit dem Madonnengesicht“, so wurde Ruth Blaue von der Presse getauft. Die charismatische und attraktive , die früher als Straßenmädchen gearbeitet hatte, gab sich religiös und schrieb während ihrer Haft Gedichte.

Im Nachkriegsdeutschland mussten die Frauen anpacken, die Männer waren gefallen oder in Gefangenschaft. Schnell wurden die Frauen selbstständig und entsprachen somit nicht mehr dem zeitgenössischen Frauenbild. Auch Ruth Blaue hatte sich während der Abwesenheit ihres Mannes eine Existenz aufgebaut, eröffnete die „Blaue Stube“, eine Mischung aus Cafe und Bibliothek. Zudem verliebte sie sich in einen 10 Jahre jüngeren Mann, der bald bei der belesenen und intelligenten Frau einzog. Doch dann kam 1946 ihr Ehemann aus der Kriegsgefangenschaft zurück und damit die Probleme. Eine Scheidung war damals nicht möglich, wenn einer der Partner nicht einwilligte. Somit wurde der Schein gewahrt und in einem Dreiecksverhältnis unter einem Dach gewohnt. Im November 1946 verschwand John Blaue, angeblich um eine Spedition in der Ostzone zu eröffnen. In den allgemeinen Nachkriegsturbulenzen schöpfte niemand Verdacht, auch nicht als der Tote in der Kiesgrube gefunden wurde. Ruth Blaue, die eine Vermisstenanzeige aufgab und die besorgte Ehefrau mimte, konnte nicht überführt werden.

Erst acht Jahre später sollte der Seesack, in dem die Leiche verschnürt war, Licht ins Dunkel bringen. Ruths Liebhaber war Künstler und verpackte seine Kunstwerke mit exakt derselben Art Draht, der auch an dem Seesack gefunden wurde. Das Paar wurde verhaftet, verhaspelte sich in Wiedersprüche und Geständnisse die dann wieder zurück genommen wurden. Als sich der Leibhaber in der Haft das Leben nahm, schob Ruth Blaue alle Schuld auf den toten Geliebten.

Bis heute gibt der Fall noch Rätsel auf, sind nicht alle Punkte geklärt. Ruth mischte ihrem Mann einen Schlafcocktail, wer ihn dann mit der Axt erschlug konnte nicht geklärt werden. Das Paar transportierte das Bündel gemeinsam mit einem Fahrrad zum Badesee wo sie ihren Mann dann versenkten.
Die Öffentlichkeit war schockiert, die List und Kaltblütigkeit einer Frau passte nicht in die damalige prüde Zeit. 1955 wurde Ruth Blaue als Mittäterin verurteilt und zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt. Ihre Schuld bestritt sie noch nach ihrer Entlassung bis zu ihrem Tod im Jahr 1972.

Zum Fall drehten Ute Bönnen und Gerald Endres den Film „Madonna oder Mörderin“.

Weber, Christine – Der fünfte Magier: Pechschwarz

Der fünfte Magier: Pechschwarz – Christine Weber

Eine kleine Familie steht lächelnd am Felsrand, beobachtet ein wundervolles Schauspiel am Himmel, dass die beiden legendären Drachen Rubin und Saphier zu Ehren des Geburtstages des Vaters veranstalten. Die beiden Töchter sind begeistert. Doch jäh zerstört ein hinterhältiger Angriff die Idylle, der den Eltern das Leben kostet. Die beiden Magier hinterlassen zwei Töchter: Gerah und Athyra…..



Sorak kämpft hier innere Kämpfe, gerne würde man ihm Mut zusprechen. Er fühlt sich allein, überfordert mit der ganzen Situation. Der fast unbeschwert scheinenden jungen Mann aus dem ersten Teil kommt nur noch hin und wieder zum Vorschein.
Gimarel wird ihm ein guter Freund, durch seine ruhige und besonnene Art versucht er Sorak bei seinem Weg zu unterstützen, ihn vorzubereiten.
Andere Charaktere haben mich teilweise echt überrascht, darum werde ich hier nicht weiter drauf eingehen.

Auch hier besticht wieder das zauberhafte und magische Cover, das sehr gut zum Cover des ersten Teiles passt.
Auch wenn es abgedroschen klingt, aber mit den ersten Sätzen hatte die Autorin mich wieder, die realistische und mitreissende Beschreibung zog mich sofort wieder in ihren Bann, ich versank in der Geschichte und habe alles um mich herum vergessen

Das Gefühlchaos von Sorak schildert die Autorin authentisch, ich habe ihm die Zerrissenheit vorbehaltlos abgenommen. Die faszinierende, bildhafte Beschreibung von Muria und allen anderen Orten lassen die Umgebung vor dem inneren Auge entstehen, ich mich mittendrin gefühlt statt nur dabei.

Was habe ich mitgefiebert ob Sorak wohl die richtige Entscheidung treffen wird, was überhaupt die richtige Entscheidung ist, und habe mit ihm mitgelitten. Die Zwischensequenzen der schwarzen Seele haben da ihren Teil beigetragen. Eine Überraschung jagt die nächste, wenn man meint das alles klar ist, passiert oft etwas, was alles wieder über den Haufen wirft.


Eine gelungene Fortsetzung mit einem perfekt passendem Ende.

  • 401 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1980840113


Kahn, C. Harry – Wenn bei Capri…die Sonne blutrot im Meer versinkt

Wenn bei Capri…die Sonne blutrot im Meer versinkt – C.Harry Kahn

„Die hübsche Fotografin Sally wartet inmitten der anderen Fahrgäste darauf, vom Boot an Land gehen zu können. Sie und ihr Mann John haben auf Capri einen Auftrag zu erledigen, John kommt allerdings erst noch nach. Gerade als sie das Boot verlassen möchte, greift ihr von hinten jemand an die Brust. Instinktiv holt sie mit dem Ellenbogen aus und schlägt dem Angreifen einen Zahn dabei aus. Ein älterer Herr beobachtet das Ganze und gibt ihr Geleitschutz bis ins Hotel. Kurz darauf entdeckt sie den Grabscher vom Boot wieder, und dessen Grinsen ist alles andere als freundlich…“


Sally und John sind durch ihre Arbeit und auch als Ehepaar eng miteinander verbunden. Trotzdem lassen sie sich genügend Freiraum, haben eine freundschaftliche und liebevolle Beziehung zueinander. Ihre zufällige Verwicklung in die Geschehnisse verlangen den beiden einiges ab, sie begeben sich in größere Gefahr als gedacht, gehen sie doch zum Teil recht unbedarft an die Sache ran.

Gleich auf den ersten Seiten wird dem Leser eine Karte gezeigt, mit der er sich in der Gegend besser zurecht finden kann, danach kommt das humorvolle Vorwort, indem der Autor die Protagonisten witziger weise als seine Freunde betitelt und seine letzte Geschichte wieder gut machen möchte. Darum schickt er sie diesmal nach Capri, wo sie ganz entspannt Fotos für einen nostalgischen Reiseführer für betuchte Senioren machen sollen.

Durch die atmosphärische Schilderung der Umgebung und der Protagonisten hatte ich sofort eine Vorstellung der Örtlichkeiten und konnte die Protagonisten fast vor mir sehen. Schnell hatte ich das Gefühl, mittendrin zu sein.
Geschilderte Nebensächlichkeiten geben der Geschichte Tiefe, wenngleich sie auch manches mal recht langatmig waren. Ausführliche Beschreibungen wie das Fotografieren der Kunstgegenstände hätte meiner Meinung nach auch etwas gekürzt werden können ohne das die Geschichte darunter gelitten hätte.

Die Schreibweise ist locker und leicht zu lesen, es gibt keine langen Schachtelsätze. Wörtliche Rede gibt es recht wenig, da das Buch in der Ich-Form erzählt wird. Jedes Kapitel wird einem anderen Protagonisten gewidmet, der in diesem seine Sicht auf die Dinge beschreibt. Dadurch ist der Leser den anderen Figuren teilweise etwas im Vorteil, dies tut der Spannung aber keinen Abbruch. Der Spannungsbogen steigt langsam, zum Ende hin gibt es noch etwas action.
Hin und wieder haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, ein Kapitel ist in einer anderen Schriftgröße gedruckt.

Alles in allem ein solider Krimi für Leser, die es nicht ganz so blutrünstig mögen, dennoch gut und spannend unterhalten werden möchten.

Zur Seite >>> des Autors <<<

  • 206 Seiten
  • Verlag: C. Harry Kahn (17. Januar 2019)
  • ISBN-10: 3982003326 ISBN-13: 978-3982003320

Georg, Rudolf – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Rudolf Georg – 6 aus 49: Das etwas andere Interview

Heute möchte ich Euch den Autor Rudolf Georg vorstellen.
Der Autor und Rechtsanwalt wurde in Friedrichshafen geboren und lebt heute in der Region Stuttgart. Ihn interessieren auch die Menschen hinter den Fällen, und vielleicht ist dadurch auch sein Kriminalroman „Sünde des Schweigens“ entstanden, der im September im Gmeiner-Verlag erschient.

Ina: Hallo Rudolf, vielen Dank dass Du Dich meinen Fragen stellst 😉
Nenne mir bitte Deine 6 Zahlen zwischen 1-49
Rudolf Georg: Also dann nehme ich die 4, 7, 12, 21, 47 und 49.
Ina: Super, vielen Dank. Ich bin auf Deine Antworten gespannt 😉

Ina: Frage 4: Welchen Beruf haben sich Deine Eltern für Dich vorgestellt?
Rudolf Georg: Meine Mutter hätte es wohl anfangs gern gesehen, wenn ich Pfarrer geworden wäre. Was sich mein Vater für mich vorgestellt hatte, weiß ich nicht mehr; er starb, als ich gerade einmal 18 Jahre alt war. Mit meiner tatsächlichen Berufswahl ist sie einverstanden, und mein Vater wäre es sicherlich auch gewesen. Denn als Rechtsanwalt habe ich ein hohes Berufethos und versuche, der Gerechtigkeit so nahe wie möglich zu kommen, ganz ohne religiöse Einfärbung.
Ina: Sehr schön. Religion und Gesetz sind für mich auch 2 Paar Schuhe. Bemerkenswert dass Du als Rechtsanwalt Zeit zum schreiben findest 👍

Ina: Frage 7: Was war dein liebstes Spielzeug und warum?
Rudolf Georg: Wenn ich nicht gerade gelesen habe – und ich habe sehr viel gelesen -, habe ich am liebsten mit Lego gespielt. Das war noch zu einer Zeit, als den Kindern nicht fertige Bausätze vorgelegt wurden, sondern alle noch ihrer Phantasie freien Lauf lassen konnten. So habe ich gebaut,
was ich mir vorgestellt habe, und ständig Neues ausprobiert.
Ina: Ja, diese Kisten hatten wir auch. Wir haben eine große Holzkiste auf die Seite gedreht, das war dann unser Haus.

Ina: Frage 12: Was tust du, um dich abzureagieren?
Rudolf Georg: Das kommt auf die Situation an. Wenn ich beruflichen Stress habe, treibe Sport, das hilft; nachdem ich wegen einer Fußoperation eine längere Zwangspause einlegen musste, fahre ich zurzeit wieder viel mit dem Fahrrad.
Wenn ich beim Autofahren Stress habe, kann ich
durchaus auch einmal laut werden, vorausgesetzt, ich bin allein im Auto und kann die Fenster eschlossen lassen.
Ina: Wenn ich Streß habe ist Sport leider das letzte, an das ich denke 🙂
Das schimpfen beim Autofahren kommt mir wiederum bekannt vor 😁

Ina: Frage 21: Wenn Dein Leben verfilmt würde: Welcher Schauspieler würde Dich spielen?
Rudolf Georg: Früher hätte ich vielleicht gesagt, Uwe Kokisch wäre eine gute Besetzung, weil er mir in seiner Rolle als Commissario Brunetti gut gefällt. Aber seit ich weiß, dass er nun schon 75 ist, ist er -auch wenn er sich gut gehalten hat – nicht mehr die Idealbesetzung.
Elyas M´Barek wäre auch eine gute Wahl, seit er in „Who Am I – Kein System ist sicher“; und erst recht in „;Der Fall Collini“ gezeigt hat, dass er auch ernste Rollen spielen kann. Das passt, die ganze Bandbreite von teils sinnfreiem Blödsinn bis hin zu ernsthafter Auseinandersetzung mit schwierigen Themen.
Ina: Elyas M´Barek gefällt mir als Schauspieler auch sehr gut. Interessant dass Du ebenso „breitgefächert“ bist.

Ina: Frage 47: Beschreibe dein aktuelles Buch in 3 Sätzen oder weniger.
Rudolf Georg: Im Mittelpunkt steht ein junger Rechtsanwalt, der in einen schweren Gewissenskonflikt gestürzt wird. Sein Mandant und dessen Ehefrau gerieten während eines
Abenteuerurlaubs in Geiselhaft; er kam zurück, sie starb. Langsam keimt in dem Anwalt ein ungeheuerlicher Verdacht auf, doch wie soll er sich zwischen der ihm von Gesetz auferlegten Schweigepflicht und seinem Gewissen entscheiden. Die Lösung, die er schließlich findet, ist
gefährlich, denn sein Gegenspieler ist nicht zimperlich.
Ina: Wow, das klingt spannend, ich freue mich schon drauf es zu lesen. Eine Buchvorstellung/Rezension dazu wird es natürlich auch noch geben.

Ina: Frage 49: Wie sieht die erste Stunde Deines Tages aus?
Rudolf Georg: Ganz wichtig ist ein gutes Frühstück, in aller Ruhe genossen, mit viel Kaffee und ohne Störungen von außen. Dann kann der Tag beginnen.
Ina: Ja, dem ist nichts mehr hinzu zufügen.

Vielen lieben Dank für das interessante Interview und den kleinen Einblick in Dein Leben. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg mit Deinem Kriminalroman.

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