Schwermer, Melisa – Der Tod uns scheidet

Klappentext:
Ein spannender Fall für die Frankfurter Ermittlerin Helga Kannengießer von Kindle-Bestsellerautorin Melisa Schwermer.
Sie würde ihre Strafe noch bekommen. Und er würde dafür sorgen, dass sie wusste, was sie getan hatte.
Nur knapp überlebt Jasmin Berger ihre eigene Geburtstagsfeier. Nach einem Streit endete die Party mit einem grausamen Mord. Jasmins Freund Markus ist tot, sein Bauch wurde aufgeschlitzt. Jasmin selbst wird schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.Die Ermittler der Kripo Frankfurt konzentrieren sich bei der Suche nach dem Täter zunächst auf die anwesenden Partygäste und stoßen bei ihren Befragungen auf eine interessante Spur. Jasmin hatte in ihrer Funktion als Betreuerin beim Jugendamt eine Affäre mit dem Vater eines Klienten. War Eifersucht das Tatmotiv? Nur wer war bereit, deshalb zu töten? Und ist der Racheakt bereits zu Ende oder hat er gerade erst begonnen?

Eine Hütte im Wald, alle Gäste waren bereits gegangen oder schliefen. Das Pärchen im inneren der Hütte wird beobachtet, leise und im verborgenen lauert er dort. Er kennt die Frau, weiß welches Spiel sie spielt.
Wütend drückt er die Zigarette aus und zieht sich die Maske übers Gesicht. Fest umklammert er den Griff des Messers und tritt mit dem Fuß die Tür der Hütte ein…..

Cover/Titel
Das in Rottönen gehaltende Cover mit der eingeritzten Schrift spricht mich sofort an. Ebenso der Titel, dieser sagt aus, das eine Person sicherlich sterben wird.
Den Klappentext finde ich zu lang, er verrät dadurch recht viel. Jasmins Affäre hätte ich dort noch nicht genannt.

Chraktere:
Helga Kannengießer ist Ermittlerin bei der Mordkommission. Als Frau die mit einer Frau in einer Beziehung lebt, hat sie es oft nicht leicht, schon gar nicht mit ihrem Macho-Kollegen Dieter. Totzdem lässt sie sich nicht unterkriegen. Helgas Rolle in der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, hebt sie sich doch etwas von den üblichen Ermittlerinnen ab.
Ihr Kollege Dieter war mir auf Anhieb unsympathisch, seine Angewohnheit Helga mit dieversen Namen zu betiteln, hat mich ziemlich genervt.
Jasmin spielt eine undurchsichtige Rolle, zumindest am Anfang. Zu ihr konnte ich keine Beziehung aufbauen, mein Mitleid mit ihr hielt sich dadurch auch in Grenzen.

Stil:
Durch den übergeordneten Erzähl-Stil bekommt man einen guten Einblick in die Geschehnisse, mal aus der Sicht der Ermittler, mal aus der des Mörders, mal aus der des Opfers. Kurze und klare Sätze sorgen für einen flüssigen Lesegenuss, Fremdwörter werden keine verwendet. Durch die bildhafte Sprache kann man sich sehr gut in das Geschehen hineinversetzen, zum Beispiel in die Party am Anfang. Man spürt förmlich die gereizte Stimmung und merkt wie die Stimmung langsam kippt.
Außerdem ist mir aufgefallen,dass es anscheinend keine einzige glückliche Beziehung in dem Buch gibt, jede Beziehung ist entweder beendet oder eingeschlafen. Auch diese Passagen wurde von der Autorin sehr gut aufgegriffen und umgesetzt.

Fazit:
Obwohl ich schon vor dem Ende einen Verdacht hatte wer dahinter stecken könnte, hat mich das Buch dennoch bis zum Schluß gefesselt. Melisa Schwermer versteht es, dem Leser immer wieder mal ein Bröckchen hinzuwerfen um ihn bei Laune zu halten. Bei mir hat das hervorragend funktioniert.

  • 265 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 2919803131
  • Verlag: Edition M (13. November 2018)

Zur Autorin

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