Acheronian, Galax – Die Gefühle der Anderen

Klappentext:
Justin hat eine von allen als „krank“ bezeichnete Fähigkeit: Er spürt die Gefühle der Menschen in seiner Nähe. Nach einem Nervenklinikaufenthalt des 16-jährigen zieht die verzweifelte Familie für einen letzten Therapieversuch in die Provinz. Mit seinem Schulfreund Koryu entwickelt sich bald eine Freundschaft, wie sie beide bisher nicht kannten. Schon am ersten Tag in der neuen Schule geschehen unerklärliche Dinge, die der Empath stärker wahrnimmt als alle anderen. Zusammen mit Koryu, welcher Gefühle für Justin entwickelt, macht Justin sich auf die Suche nach der Ursache der Ereignisse. Dabei stoßen sie auf ein Geheimnis, das 30 Jahre lang verborgen blieb.

Ein ungemütlicher Regentag, es ist Justin Andersons erster Schultag in seiner neuen Schule. Schal, Mütze und Handschuhe hat er daheim gelassen, dies bereut er sehr als er frierend und durchnässt mit dem Rad fährt.
Nach langem Krankenhaus-Aufenthalt beschlossen die Ärzte und seine Eltern nach Denton zu ziehen, ein zwanzig Einwohner Kaff, weit weg von vielen Menschenmassen.
Justin hat nämlich eine besondere Gabe…..

Das Cover im Stil einer Zeichnung gefällt mir sehr gut, zeigt es ein Stück weit die Bedrohung die über der Schule schwebt. Auch der Titel ist passend gewählt.
Der Klappentext verrät nicht zu viel, macht aber Lust auf das Buch.

Justin Anderson ist ein in sich gekehrter Junge, der gelernt hat, mit seiner „Fähigkeit“ zu leben. Dies gelingt ihm nicht immer. Oft wird er von Gefühlen und Empfindungen fremder Menschen überrannt.
Trotzdem freundet er sich schnell mit seinem Banknachbarn Koryu an, der ebenfalls ein Geheimniss mit sich trägt. Beide Jungs geben sich gegenseitig Halt, auch um gegen Kevin und seine Freunde zu bestehen.
Die Annäherung der beiden hat mir gut gefallen, auch die Entwicklung der Freundschaft fand ich toll. Bis auf ein paar Szenen in denen ich mir gewünscht hätte, das Koryu etwas zurückhaltender gewesen wäre.

Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, der Autor schreibt sehr bildhaft, schon zu Beginn bei der Szene als Justin durch den Regen fährt, hat man das Gefühl die Kälte selbst zu spüren. Die Umgebung und auch die Gedanken Justins sind sehr detailreich beschrieben so dass es dem Leser leicht fällt, sich in jede Situation hineinzuversetzen. Der Spannungsbogen baut sich zuerst etwas zögerlich auf, zwar erlebt Justin bald nach seiner Ankunft in der neuen Schule seltsame Dinge, die meiste Zeit begleiten wir aber Justin und Koryu bei dem Entstehen ihrer Freundschaft. Doch dann nimmt die Geschichte immer mehr an Tempo zu, man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung des Buches verläuft in einer direkten, chronologischen Linie, es gibt keine großartigen Rückblenden oder nennenswerte Ausschweifungen.

Die Geschichte hat mich von Anfang an fasziniert, das mystische bleibt erst im Hintergrund um dann immer mehr in den Vordergrund zu treten, am Ende beherrscht es die Geschichte komplett. Den Schluß habe ich so nicht erwartet und musste diesen auch erst mal sacken lassen, dann aber war ich begeistert.

Das Buch ist als Jugendrama mit mystischem Hintergrund bezeichnet, dem kann ich vorbehaltlos zustimmen. Allerdings ist das Buch nicht nur für Jugendliche spannend zu lesen, auch mich hat es in seinen Bann gezogen.

zum Autor

  • 444 Seiten
  • Hybrid Verlag; Auflage: 1 (25. Juli 2018)
  • ISBN-10: 3946820212
  • ISBN-13: 978-3946820215

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